Zukunft säen

Das Saatgut stellt die Grundlage für alle unsere Lebensmittel dar. Nachdem die Züchtung immer weiter privatisiert und in großen Chemiekonzernen konzentriert wird, steigt die Gefahr, dass wir bald nicht mehr mitbestimmen können, was wir essen. All diejenigen, die sich eine Züchtung zum Ziel gesetzt haben, deren Ergebnis wieder zu einem Gemeingut wird, brauchen unsere Unterstützung: von uns Bauern, wenn wir es aussäen und verwenden, aber auch von den Verbrauchern, indem sie beim Kauf darauf achten, aus welchem Saatgut die Lebensmittel stammen. 

Jedes Jahr im Oktober führen wir die Aktion „Zukunft säen“ durch. Für viele ist es das erste Mal, dass sie einen frisch bestellten und zur Saat vorbereiteten Acker betreten. Gemeinsam säen wir ein Feld mit Weizen ein, Brotgetreide aus biodynamischer Züchtung.


Diese Aktion symbolisiert, dass Bauern und Verbraucher gemeinsam Verantwortung tragen. Verantwortung dafür, dass eine Landwirtschaft ohne Agro-Gentechnik auch in Zukunft möglich ist. Verantwortung dafür, dass vermehrungsfähige Sorten und freie Saatgutwahl eine langfristige Sicherung unserer Ernährung garantieren.

Sie können bei "Zukunft säen!" für einen Tag Bauer sein und dort genießen, etwas urbildlich Sinnvolles tun: das Feld bestellen, im Schritt des Sämanns Körner streuen, in der Gemeinschaft mit anderen.


Mehr zu dieser Initiative finden Sie unter www.avenirsem.ch


„Zukunft säen“ 2017 auf dem ReyerhofVielen Dank an alle die da waren!

Bemeßt den Schritt! Bemeßt den Schwung!

Die Erde bleibt noch lange jung!

Dort fällt ein Korn, das stirbt und ruht.

Die Ruh ist süß. Es hat es gut.

Hier eins, das durch die Scholle bricht.

Es hat es gut. Süß ist das Licht.

Und keines fällt aus dieser Welt,

und jedes fällt, wie's Gott gefällt.

Conrad Ferdinand Meyer